Auch die Allianz für Bürgerrechte kritisiert die Pharmaunternehmen
Die rosa Salbe Regividerm sorgte im vergangenen Jahr für sehr viel Aufregung. Denn in einem TV-Bericht hieß es, dass die Rezeptur für diese Salbe bereits seit über 20 Jahren bekannt sei. Allerdings konnte der Erfinder sie nicht an die Pharmakonzerne verkaufen, wie es im TV-Bericht dargestellt wurde. Jedoch stimmt das nur teilweise: Die Pharmakonzerne wollten die Rezeptur und das Patent schon kaufen, die Salbe aber nicht produzieren. Der Grund, so die skandalöse Annahme im TV: Pharmakonzerne verdienen an langwierigen Krankheiten wie Neurodermitis und Psoriasis, sowie an unwirksamen Medikamenten. Deshalb wollten sie keine wirksamen Medikamente herstellen.
Obwohl die Diskussion um die Richtigkeit dieser Annahme bereits kurze Zeit später entbrannte, es neben den zustimmenden Meinungen auch genügend Vertreter der gegenteiligen Meinung gab, kam das Thema nun erneut zur Sprache. Und zwar, als sich der Bundesvorstand der Allianz für Bürgerrechte am Wochenende des 17. und 18. Januars 2010 im thüringischen Eisenach traf. Auf der Versammlung schlugen die Mitglieder in die gleiche Bresche und bestätigten damit den katastrophalen Zustand im deutschen Gesundheitswesen.
Die Regividerm Salbe sei eines der wenigen Medikamente, die gegen die Volkskrankheiten Neurodermitis und Psoriasis, besser bekannt als Schuppenflechte, helfen würden. Obwohl mittlerweile allgemein bekannt ist, dass die Regividerm Salbe nicht das Wundermittel ist, als das es ursprünglich gehandelt wurde, ließen sich die Vertreter der Allianzpartei von ihrer Meinung nicht abbringen. Denn mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die Regividerm Salbe bei einigen Patienten sehr gut wirkt, bei anderen gar nicht anschlägt. Sie ist eine Möglichkeit, die Krankheit zu lindern, jedoch keinesfalls ein Allheilmittel.